Kalter Krieg reloaded ?

"...Doch die USA scheinen leider bereit zu sein, Putin bis zum letzten Europäer zu bekämpfen"  

sagte Karl Sevelda dem KURIER

Natürlich ist das krass überzogen, für alle 50+ weckt die Vorstellung, daß Europa und die EU samt NATO in einen neuen kalten Krieg geraten könnten, unangenehme Erinnerungen. Die Generation 50+ war beim Zusammenbruch der Sowjetunion 25 Jahre oder älter. Unsere Kindheit war durchaus ein Stückweit auch von dem Bewußtsein geprägt, daß in einem nächsten Krieg Europa das erste Schlachtfeld gewesen wäre. Viele glaubten, die Zeit der Konfrontation sei seit dem Fall der Berliner Mauer vorbei. Daß sich die EU jetzt, 15 Jahre später, wegen eines Pleitestaats in eine solche Zuspitzung treiben lässt, wirft eine Menge Fragen auf. Zum Beispiel die, wo eine eigenständige europäische Politik bleibt. Wirtschaftlich hat gerade Österreich dafür schon Anzahlungen für einen hohen Preis bezahlt. Ob Tourismus oder Banken, die Liste leidender Wirtschaftszweige ist relevant. Der ATX schaffte als einer der wenigen Aktienindizes ein Minus von 15% in 2014. Der Kurs der Raiffeisen International (RBI) war beim Börsengang € 30, zwischenzeitlich war die stark in der Ukraine und Russland engagierte Bank unter €10.- zu haben.